Fullblood Wagyu | Unsere Zucht

Wir glauben an die Zucht von
glücklichen & gesunden Wagyu Rindern

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Bloß keinen STRESS

Wer braucht schon Stress... niemand! Und ebenso wenig unsere Wagyu Rinder.

Stress ist unserer Meinung nach der Faktor Nummer eins für den Mangel an Marmorierung bei Wagyu Rindern. Wir pflegen eine ruhige Umgebung, die der Natürlichen am nächsten kommt, auf Weiden, draußen in der Herde, so lange es im Jahr geht. Wir treiben unsere Wagyu Rinder nicht ständig um oder verändern ihre Umgebung. Unsere Wagyus sind so ausgeglichen und ruhig, dass es zumeist kein Problem ist auf ihre Weiden zu gehen und sie zu streicheln. Unsere Wagyus haben keine Angst. Wovor oder vor wem auch? Sie haben nie eine schlechte Erfahrung gemacht.

Es macht uns als Halter unserer Wagyu Herde glücklich zu sehen, wie ruhig und im Einklang mit der Natur unsere Wagyus sind. Nach einem stressigen Tag ist es für uns selber manchmal eine gute Idee, nochmal zu Feierabend an die Weiden zu gehen und ihnen einfach nur beim Grasen zuzuschauen. Jeder Alltagsstress ist schnell verflogen und mit etwas Glück, sieht man manchmal noch die Geburt eines kleinen Kälbchens...

Was wir glauben

Wir glauben, dass WAGYU Rinder am gesündesten sind, wenn wir sie im Einklang mit der Art und Weise halten, wie es die Natur vorgesehen hat. Das bedeutet hauptsächlich Gräser und Heu zu füttern, Zeit für natürliches Wachstum und Entwicklung zu lassen und qualitativ nur hochwertige Futtermittel einzusetzen, sowie Stress in ihrer Umwelt zu vermeiden.

Unsere Methoden

Die Jahreszeiten der Natur sind wesentlicher Bestandteil unseres Haltungskonzeptes; unsere Kühe bekommen ihre Kälber zumeist im Frühling, wenn es wärmer wird und die Wagyus im April auf die Weiden kommen. Dann verbringt die Herde den Sommer auf üppigen Weiden bis November, wenn die Tage und Nächte zu kalt werden. Den Sommer über produzieren wir Futtervorräte selber, um die gleichen Nährstoffe und Qualität während des Winters zu gewährleisten. Sollten wir dennoch etwas zukaufen, dann im wesentlichen von regionalen Höfen. In den kalten Wintermonaten dürfen es sich unsere Wagyus in warmen Strohbetten gemütlich machen.

Nachhaltige Landwirtschaft

Unsere hauptsächlichen Aussaaten sind lokal vertretene Pflanzen und Gräser, die gesund, chemikalienfrei und umweltbewusst kultiviert werden. Wir setzen z.B. kein Soja als Futtermittel ein, sondern versuchen unsere Wagyus so naturgetreu wie möglich zu füttern.

Pflege von Tieren

Wir führen nach heutigem Maßstab eine kleine geschlossene Herde von Wagyus bei uns am Hof. Wir sehen jedes unserer Tiere täglich und sind nah an unseren Tieren. Wir kennen unsere Wagyus und gehen keine Kompromisse bei ihrer Pflege und Haltung ein.

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Bevor wir Zuchttiere miteinander verpaaren wird jedes Tier genetisch anhand von 3 Tests auf spezifische Merkmale, welche einen Indikator der späteren Fleischqualität darstellen, getestet. Es handelt sich um die Tests SCD, Exxon5 und Tenderness. Innerhalb Gruppen von Wagyus mit relativ ähnlicher Abstammungen bevorzugen wir diejenigen Wagyus welche bei diesen Tests am besten abgeschnitten haben, in Kombination von weiteren Merkmalen wie z.B. Exterieur.

Für diese designierten Zuchttiere wird anhand ihrer Pedigrees (Abstammungen) ein entsprechender Zuchtpartner /-in gesucht. Bei Bullen muss es nicht zwingend ein Bulle aus unserem eigenen Bestand sein, wir greifen ebenfalls auf Sperma von Fullblood Tieren aus Australien und den USA zurück die wir per Luftfracht importieren. Unser Fullblood Wagyu Zuchtprogramm wählt hiernach die beste Genetik aus und stellt sicher, dass der Zuchtpartner jedes Wagyu-Tieres anhand genauer Leistungsdaten individuell aufeinander abgestimmt wird.

Wir orientieren uns bei unserer Zucht an dem Rotationszuchtprinzinzip, welches in aller Kürze aus 4 verschiedenen Gruppen von Wagyus besteht. Gruppe A, B, C und D. Gruppe A und C stehen eher für größere Tiere, Gruppen B und D eher für höhere Marmorierung. Da der Weltweite Bestand der Wagyus außerhalb Japans aus nur 186 Tieren entsprungen ist, sollten die Anpaarungen mit bedacht gewählt werden, da der sogenannte Inzuchtkoeffizient bei der Wagyu Zucht nicht zu vernachlässigen ist. Weiter geht es um die Vermeidung von Erbfehlern, wobei wir alle unsere Tiere auf die 4 gängigsten Testen lassen.

Das Rückgrat unserer Zucht stellen unsere sehr auf Tajima ausgerichteten Zuchtkühe und Bullen dar, die jedoch von Wagyus u.A. der Linien Shimane, Kedaka, Itozakura und Okayama ergänzt werden. Wir haben uns entschieden den Fokus zuerst auf die Marmorierung zu legen und erst im zweiten schritt auf die Größe, Fruchtbarkeit und Robustheit unserer Wagyus. Wir verwenden direkt nachfahren von Japans berühmteste Wagyu-Bullen, Michifuku, Itoshigenami, Itozuru Doi, sowie Fukutsuru und Kukiyasu. Um die Körperqualität zu erhöhen, die alle Qualitätsmerkmale abdeckt und nicht nur auf Marmorierung beschränkt ist verwenden wir 2 Söhne von Kenhanafuji.

Unsere Genetik von Fullblood Wagyu wird durch Elternverifizierung mit der neuesten DNA-SNP-Technologie verfolgt, während die registrierte japanische Abstammung durch Nasenabdrücke, die von japanischen Züchtern gesammelt wurden, verfolgt werden kann.

Sofern Sie weitere Informationen zu unserer Zucht wünschen verweisen wir auf unsere Website www.fullblood.com

unsere Zuchtkühe

Kühen: Hisako, Suzutani, Kikuhana, Aizakura

unsere Zuchtbullen

Kikuyasu400, mit dem größten Rib-Eye Bereich aller Bullen die aus Japan exportiert wurden. Ein Sohn von ihm war bisher der teuerste Bulle Europas mit brutto rd. 50.000 €, leider hat dieser Bulle nicht gedeckt... Aber wir haben den Vollbruder, Mr Kiku407.

Kenhanafuji, der Bulle welcher in den 90er Jahren für 150.000 US$ aus den USA zurück nach Japan importiert wurde, da es einer der besten Bullen gesamt Japans war. Wir haben zwei Söhne, Halbbrüder mit verschiedenen Müttern im Bestand. Uns ist nur ein weiterer Kenhanafuji Sohn in Europa bekannt.

Unser Bulle Mr Marble, Sohn von World K's Shigeshigetani und Enkel von World K's Itoshigenami, ein absuluter Spitzenvererber. Shigeshigetani ist unter den besten 1% im Genstartest mit 0,88 und Itoshigenami Nachkommen erreichen bestwerte i.S. Marmorierung in Australien.

EXTENSIVE WEIDEHALTUNG
Wir sind in der glücklichen Lage das wir einige Weiden rings um die Stallungen haben, somit sind wir in der Lage unsere Wagyu Herde problemlos auf verschiedene Weiden zu verlegen sofern eine abgegrast ist. Da die Weiden fast alle nebeneinander liegen brauchen wir zumeist nur einen Zaun öffnen. Die Vorteile sind gesündere Weiden und keine Notwendigkeit zu düngen, sowie eine schnellere Erholung des Grases in voller Höhe. Kuhmist und Urin sind natürliche Düngemittel und das ist alles, was wir verwenden, genau wie die Natur es vorgesehen hat.

Was sollen wir mehr sagen, Wagyus gehören unserer Meinung nach draußen, an die frische Luft, in Ihre natürliche Umgebung auf Weiden, wo auch mal ein Baum steht zum dran schubbern. Kein Wagyu würde jemals einen (künstlichen) Stall einer saftigen grünen Weide vorziehen, da kann ein Stall noch so schön sein...

IM WINTER

Im Winter halten wir die meisten unserer Wagyus allerdings im Stall, da die Weiden in den zwar nicht all zu kalten, aber regenreichen Wintern extrem aufweichen und teilweise sehr matschig werden. In Ihrem Winterquartier leben die Wagyus in Gruppen auf Stroh. Allerdings versuchen wir diese Phase des Jahres so kurz wie möglich zu halten.

Zuchtkühe

Unsere Zuchtkühe werden das ganze Jahr über auf einem ordentlichen Niveau gefüttert, um ihren Körperzustand im idealen gesunden Bereich für Zucht, Kalbung und Milchversorgung zu halten. Wir achten allerdings darauf das sie nicht zu viel Energie zu sich nehmen, da Wagyus zur starken Fetteinlagerung neigen und dies für Fruchtbarkeit und Trächtigkeit nachteilig ist. Allerdings stellen wir das Futter während der letzten 90 Tage ihrer Trächtigkeit um, wenn das Kalb all seine Fettzellen bildet und viel Energie benötig. So stellen wir sicher, dass die Kühe zusätzliche Rationen während dieser Zeit bekommen, außerdem erhöht dies die spätere Milchleistung.

Versorung von Kälbern

Sobald unsere Kälber geboren sind, versorgen wir sie mit zusätzlichen Vitaminen, probiotischen Bakterien und stellen sicher, dass sie die richtige Menge an Kolostrum (Biest- oder Muttermilch) von ihren Müttern erhalten. Wir ergänzen auch ihr Grasfutter mit einigen stärkehaltigen Getreiden, um ihnen einen zusätzlichen Schub von Protein und Vitaminen in ihrem wichtigen ersten halben Jahr zu geben.

rein natürlich

Der Begriff "natürlich" oder "Bio" bedeutet in der kommerziellen Lebensmittelproduktion und ihrem Marketing nicht mehr besonders viel. Bei Fullblood Wagyu nehmen wir "natürlich" allerdings ernst; Wir füttern keine Hormone oder Antibiotika, und unsere Tiere fressen hauptsächlich Gras und Heu. Wir spritzen unsere Felder nicht, da wir wollen, dass unsere Herde von innen nach außen gesund ist.

Wir sind kein Bio Betrieb, da wir auch mit künstlicher Befruchtung arbeiten, welche bei Bio nicht zulässig ist. Bei allem anderen erfüllen wir die gängigen Anforderungen oder legen unseren eigenen höheren Maßstäbe an.

Bei Wagyu geht es nicht nur um Genetik.
Die reine japanische Genetik von Fullblood Wagyu ist die Grundlage des unglaublichen Wagyu Fleisches, das produziert werden kann. Allerdings sind eine optimale Ernährung und Haltung über das ganze Leben des Wagyu Rindes ebenso wichtige Faktoren ohne die keine optimaler Geschmack oder außergewöhnliche Marmorierung erreicht werden kann. Angelehnt an manche japanische Fütterungspraktiken, versuchen wir mit unseren lokalen Gegebenheiten eine optimale Fütterung zu erreichen.

Wir sind davon überzeugt eines der besten Rindfleischprodukte in Europa zu produzieren, indem wir ausgewählte Genetik, natürliche Haltung unserer Herde und die Fütterung hauptsächlich mit Gras- und Heuprodukten über das gesamte Alter von mindesten 3,5 Jahren oder 42 Monaten kombinieren. Wir produzieren Wagyu Rindfleisch, das den Geschmack und "Umami" hat und Marmorierungsniveaus enthält, die Kobe Rindfleisch aus Japan ähneln.

Wir verzichten jedoch bewusst auf manche japanische Fütterungs- und Haltungspraktiken die bei extremen Marmorierungen von Kobe Beef zum tragen kommen. Wir können es nicht mir uns vereinbaren, dass Wagyu Ochsen keinen Weidegang haben, ausschließlich im Stall gemästet werden, kein Bewegungsfreiraum in der Endmast haben (Anbindehaltung die in Deutschland seit 1998 verboten ist) um extremste Fetteinlagerungen zu erzeugen usw.

HEU & FUTTERMITTEL

Wir produzieren sowohl Heu als auch andere Futtermittel. Wir haben nicht nur Grünlandflächen auf denen unsere Wagyus grasen, sondern nutzen diese und andere Flächen auch für die Produktion von Grassilos und Heu für den Winter. Wir bauen ebenfalls in geringeren Mengen Getreide und Weizen an, was wir in den Wintermonaten zufüttern um den Wagyus genügend Energie zur Verfügung zu stellen.

WARUM HAUPTSÄCHLICH GRASFÜTERUNG

Weil es die Natur so vorgesehen hat. Die Natur schuf Kühe, um Gras zu fressen, nicht ausschließlich Mais Silo oder reines Kraftfutter. Deshalb haben Kühe vier Mägen und sind in der Lage, Gras, das aus der Energie der Sonne gewachsen ist, in köstliches Rindfleisch zu verwandeln. Für uns ist das logisch. Allerdings kann die Farbe des Wagyu Fettes eine gelblichere Farbe annehmen als bei Wagyus welche hauptsächlich mit Kraftfutter gefüttert worden sind. Der Gründe ist der hohe Chlorophyll Gehalt des Grases, welcher bei rein stärkehaltigeren Fütterungen nicht vorkommt.

GESCHMACK

Die Ernährung eines Rinds hat einen großen Einfluss darauf, welche Mikronährstoffe in Fleisch und Fett zu finden sind. Eine weidereiche Ernährung wird ein anderes Geschmacksprofil haben als ein schweres Getreide und Silage gefüttertes Tier. Gras gefütterte WAGYUS haben einen ausgeprägteren Umami-Geschmack.

WAS IST UMAMI

Umami ist eine Kategorie von Geschmack in Lebensmitteln. Umami ist der fünfte Geschmack (-s-sinn) nach süß, sauer, salzig und bitter. Den Japanern zu urteilen ist Umami ein reichhaltiger und herzhafter Geschmack, der bei FULLBLOOD Wagyu Rindfleisch vorherrscht.